Bei Cross Compliance Kontrollen muss die Düngebedarfsermittlung vom Herbst 2017 sowie vom
Frühjahr 2018 vorliegen. Nun müssen diese Unterlagen zusätzlich um die Düngebedarfsermittlung Herbst 2018
ergänzt werden.

Vor der Ausbringung von organischen Dünger im Herbst muss die Bedarfsermittlung erfolgen!
Grundsätzlich darf eine Düngung nur bei tatsächlichen Bedarf erfolgen.

Dieser Bedarf muss nachgewiesen werden. Im Frühjahr galten die aktuellen NMin -Werte als Referenz.
Im Herbst bestehen nun zwei Möglichkeiten:

  1. Es können eigene N Min -Proben (0-30) entnommen werden. Dieser Wert ist Grundlage für die Düngebedarfsermittlung Herbst 2018

    oder

  2. Man verwendet die rechnerische Lösung:
    In der Düngebedarfsermittlung vom Frühjahr 2018 wurden erwartete Erträge angegeben. Wurde hier der prognostizierte Ertrag erreicht, besteht der volle Düngebedarf.
    Fiel der Ertrag geringer aus, muss die entsprechende Überhangmenge abgezogen werden. Der Bedarf der Folgefrucht reduziert sich um den Überhang.

    Beispiel: Winterweizen, durchschnittlicher Ertrag: 80 dt, Stickstoffbedarfswert: 230 kg N/ha
    Tatsächlich geerntet: 60 dt
    Differenz: -20 dt
    Gemäß der Tabelle „DBE Ackerland“ (Tabelle 1 und Abbildung 1, siehe Anhang) ergibt sich folgende Berechnung:
    [(festgestellte Ertragsdifferenz 20 dt/ha) / (Ertragsdifferenz nach DüV 10 dt/ha)] x Mindestabschlag 15 kg

    = 30kg N /ha Abschlag

    Der Stickstoffbedarfswert verringert sich somit auf 200 kg N/ha, da noch 30 kg N vorhanden sind, die der Folgefrucht angerechnet werden müssen.

Organische Düngung im Herbst erfolgt nur nach Bedarf auf Zwischenfrüchte, Raps und Wintergerste (nur bei Stoppelvorfrucht).
Die maximale Ausbringmenge beträgt 60 kg Gesamt N oder 30 kg Ammonium N.
Mineralischer Dünger darf nicht gestreut werden.

Bei Fragen stehen wir gern unter 05651-745660 zur Verfügung.