KBV-Info

Um die Greeningauflage von 5% der gesamten Ackerfläche in Zukunft zu erfüllen, gibt es mehrere Möglichkeiten, oder bestimmte Bereiche die als Greeningfläche angerechnet werden kann.


Stilllegung: Nutzungsverbot (wie bisher) / Anrechnungsfaktor 1,0


Zwischenfrucht: verschiedene Arten, muss stehen bleiben bis zum 15.02. /Anrechnungsfaktor 0,3

Feldstreifen: mind. 1m, max. 20m breit, egal wo, länge spielt keine Rolle  / Anrechnungsfaktor 1,5

Pufferstreifen: parallel zu Gewässern, höchstwahrscheinlich 5m mindestens / Anrechnungsfaktor 1,5

Stickstoffbindende Pflanzen: Grob- und Feinleguminosen, mit Pflanzenschutz / Anrechnungsfaktor 0,7

 

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Flächen die aus der Produktion genommen wurden,

- müssen in einem guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand gehalten werden
- dürfen weder zu landwirtschaftlichen noch zu nicht landwirtschaftlichen Zwecken genutzt werden
- sind der Selbstbegrünung zu überlassen oder durch gezielte Aussaat mit entsprechenden Saatmischungen zu begrünen.
- müssen mindestens einmal jährlich gemäht oder der Aufwuchs zerkleinert werden.

Die Pflegemaßnahmen dürfen in der Sperrfrist vom 01.04. bis zum 30.06. nicht durchgeführt werden!
Aus besonderen Gründen des Natur- oder Umweltschutzes, oder wenn keine schädlichen Auswirkungen auf den Naturhaushalt zu befürchten sind, kann das zuständige Landratsamt von dieser Vorschrift Ausnahmen genehmigen.
Die Düngebilanzen müssen am 31.03. für das Vorjahr vorliegen! Füllen Sie den Betriebsdaten-Erfassungsbogen aus und lassen Sie uns diesen zukommen. Wir werden ihn dann umgehend berechnet an Sie zurückgeben.

Der Erfassungsbogen steht hier zum download bereit.
Mit 24.000 ha "Natura 2000-Gebiete" ist der Werra-Meißner-Kreis hessenweit führend. Die einzigartige Pflanzen- und Tierwelt, die hier im Kreis existiert und das Vogelschutzgebiet Ringgauer Höhe mit der überregionalen Bedeutung für den Vogelflug haben den Werra-Meißner-Kreis an die Spitze der ökologisch hochwertigen Gebiete Hessens, aber auch Deutschlands gestellt. Jedem von uns ist es eine Freude in einem so sehr abwechslungsreichen ländlichen Raum zu leben. Mit der Werra, der Wehre, der Sontra in den Niederungen und dem Hohen Meißner als höchste Erhebung erhält der Werra-Meißner-Kreis ganz unterschiedliche Klima- und Lebensräume. Im Zuge des Baues der A 44 sind sehr intensive Untersuchungen durchgefürt worden. Haupt Schutzziel der FFH-Gebietsausweisung ist die Fledermaus. Mehrere Arten, eine davon ist das Große Mausohr, befinden sich in den Gebieten, die zukünftig durch die A 44 durchschitten werden. Gleichzeitig neben der Tierwelt (Fauna) erfreut sich der Werra-Meißner-Kreis auch noch über eine herausragende Pflanzenwelt (Flora). Von größerer überregionaler Bedeutung sind die Buchenwälder in unserem Landkreis. Hinzu kommen seltene Pfeiffengraswiesen und das Vorkommen des Ameisenbläulings, eines Schmetterlings mit einem komplizierten Fortpflanzungsprozess.

Das Vogelschutzgebiet Ringgauer Höhe ist ein bedeutendes Rastgebiet für Zugvögel.

Die Betroffenheit der Forst- und Landwirtschaft durch die Ausweisung der "Natura 2000-Gebiete" hat bisher noch keine großen Einschränkungen für die Bewirtschafter nach sich gezogen. Ob dies in Zukunft jedoch auch so sein wird sieht der Kreisbauernverband mit der nötigen Skepsis. Allein die Tatsache, dass man seine Flächen in einem mit Auflagen bedachten Gebiet bewirtschaftet, reicht aus, um mögliches nachvollziehbares Unbehagen walten zu lassen.

(Ansprechpartner Frau Ross)

Das Forum ländlicher Raum ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Vereinen, Verbänden und Institutionen, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Kräfte im Bereich der Landwirtschaft und des ländlichen Raumes zu bündeln.

Das Forum wurde 2003 gegründet und vereinigt die Landfrauenvereine, Landsenioren, Verbände landwirtschaftlicher Fortbildung, Bodenverband und Landtechnische Fördergemeinschaft Werra-Meißner, Bäuerinnen- und Bauernstammtische, Waldbesitzerverband, Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer, Bioverbände, Verein für Regionalentwicklung, Landwirtschaftliche Familienberatung, die evangelische und katholische Kirche, den Fachbereich Ländlicher Raum, Wirtschaft, Tourismus und Verkehr beim Landrat des Werra-Meißner Kreises sowie den Kreisbauernverband Werra-Meißner unter einem Dach.

Zu einer festen Veranstaltung im Jahresverlauf hat sich das Kreiserntedankfest entwickelt. Jedes Jahr findet hier ein ökumenischer Gottesdienst auf einem anderen landwirtschaftlichen Betrieb im Kreisgebiet statt, an dem regelmäßig 300 Gäste und mehr teilnehmen. Zur Tradition geworden ist, dass nach dem festlichen Gottesdienst noch ein geselliger Ausklang bei Kaffee und Kuchen statt findet, um Zeit zu finden sich auszutauschen und gemeinsam einen geselligen Nachmittag zu verbringen.

Darüber hinaus veranstaltet das Forum jedes Jahr ein themenbezogenes Projekt. Da die Jugend gerade im ländlichen Raum eine wichtige Zukunftssäule darstellt, ist es dem Forum besonders wichtig, hier regelmäßig Kontakt zu halten. Deshalb finden oftmals Aktionen in Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen statt, ähnlich der Aktion „Bauernhof als Klassenzimmer“. In den vergangen Jahren standen unter anderem nachwachsende Rohstoffe oder die Erzeugung regionaler Lebensmittel und deren Verarbeitung im Mittelpunkt.

Sprecher des Forums ist Horst Kupski, die Geschäftsführung obliegt dem Kreisbauernverband Werra-Meißner.

Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie im Werra-Meißner Kreis

Die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) wurde im Jahr 2000 in Kraft gesetzt und hat den Schutz der Gewässer zum Ziel. Sie soll wasserwirtschaftliches Handeln durch Maßnahmenprogramme und Bewirtschaftungspläne bündeln und einen sowohl quantitativ als auch qualitativ guten Zustand des Oberflächen- und Grundwassers erreichen. Hierbei handelt es sich um eine europäische Richtlinie, die vorsieht, den guten chemischen als auch mengenmäßigen Zustand im Grundwasser bis 2015 zu erreichen.

In den ersten beiden Phasen wurde eine flächendeckende Bestandsaufnahme auf Gemarkungsebene erstellt, im zweiten Schritt wurde ein Maßnahmenprogramm erstellt.

Auf Grund dieser Bestandsaufnahme wurden betroffene Gemarkungen zu sogenannten „Maßnahmenräumen“ zusammengeführt.

In diesen Maßnahmenräumen steht den Landwirten eine kostenfreie Zusatzberatung durch ein Ingenieurbüro zur Verfügung. Ziel dieser Gewässerschutzberatung ist es, Stoffeinträge ins Grundwasser weiter zu minimieren und Erosion zu verhindern. Zu diesem Zweck bilden die Landwirte der betroffenen Gemarkungen Arbeitskreise, in denen für den jeweiligen Maßnahmenraum wichtige Themen besprochen und auch in Feldversuchen erforscht werden. Die Ergebnisse stellt das Beratungsbüro in Vorträgen als auch in einem Rundschreiben vor. Als weitere Mitglieder dieser Arbeitskreise nehmen an den Veranstaltungen der Projektträger (Gemeindeverwaltung oder Stadtwerke), ein Vertreter des RP Kassel, der Fachdienst Ländlicher Raum des Werra-Meißner Kreises sowie der Kreisbauernverband teil.

Das Beratungsangebot ist für die Landwirte kostenfrei, und auch die Teilnahme und Umsetzung von Maßnahmen ist freiwillig.

Im Werra-Meißner Kreis gibt es drei von der WRRL betroffene Maßnahmenräume, diese befinden sich im Werratal, in Waldkappel und in Witzenhausen.

Sollten Sie Fragen zur WRRL haben, so steht Ihnen Frau Roß unter der Tel.-Nr. 05651-7456615 gerne zur Verfügung.